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Die Geschichte vom südlichsten Rand Sachsens


Alles begann damit, dass sich in diesem Gebiet vor ca. 400 Millionen Jahren (Devon, Karbon) eine Bruchscholle emporhob und zu einem Hochgebirge wuchs. Dieser Vorgang dauerte ca. 100 Millionen lange Jahre. Die Bruchscholle wurde dabei nur einseitig angehoben und bekam durch die besondere Art der Bruchschollenbildung den Namen Pultscholle. Da das Aussehen des Gebirges einem Pult sehr ähnelt, welches langsam im Norden, dem  Erzgebirgsvorland, ansteigt, bis es dann auf seinem Höhepunkt im Süden teils auf tschechischer Seite abrupt wieder abfällt. Mehrere Eiszeiten, Erosionen und Flussläufe zauberten dann im Laufe der Zeit die heute bestehende hüglige Bergwelt in die Landschaft. Die Höchste Erhebung auf deutscher Seite bildet dabei der Fichtelberg mit 1215 m und gleich gegenüber  ist sein Nachbar der Keilberg mit 1244 m, der sich auf tschechischer Seite befindet. Da die Glaziale Serie im Erzgebirge ganze Arbeit geleistet hat, blieben nur ein paar Tausender stehen, welche für die heutigen hochalpinen Skifahrerfreunde nur ein paar alternativ

Skigebiete

  übrig lies.

Aber nicht nur die Oberfläche des Gebirges wurde in dieser Zeit geformt, auch im Gebirgsinneren tat sich einiges. Durch viele geologische Vorgänge entstanden im Inneren des Gebirges die verschiedensten Bodenschätze. Aus diesem Grund interessierten sich etwas später, also ca.400 Millionen Jahre, auch die Menschen für dieses Gebiet. In jener Zeit, wo es im Erzgebirge und im Vogtland noch einen riesigen

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  gab und noch niemand an

Radtouren

  oder

Motorradtouren

  dachte, ist der Beginn der überlieferten Geschichte des Erzgebirges.

Die ersten Siedler bevölkerten also die Pultscholle so im 12. Jahrhundert. Diese Leute trieben dann die ersten Stollen in die Berge, um den Reichtum der Berge, das Erz an die Oberfläche zu fördern. Man entdeckte in dieser Zeit große Silber- und Zinnvorkommen. Aber nicht nur Bergbau florierte sondern auch die Glasindustrie wurden in der zweiten Hälfte des 13 Jahrhunderts angesiedelt. Da dieser Industriezweig aber sehr viel Holz aus dem

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  benötigte und der Bergbau immer mehr an Bedeutung gewann geriet die Glasindustrie bald wieder in den Hintergrund. Durch die immer größere Bedeutung des Bergbaus und noch größere Funde von Erzen und anderen Bodenschätzen siedelten sich immer mehr Leute an.
Bergwerk


Wahrscheinlich dachten sich schon damals die Leute raus aus’m Harz 4 und rein ins Erzgebirge. Aber jede Silber- oder Erzader findet irgendwann mal ihr Ende und somit fielen dann im 17 Jahrhundert viele nach Jahrhundertlanger Erz- Bergbau- Tradition wieder der Arbeitslosigkeit zum Opfer. Aber da man sich mit 1 Taler – Jobs nicht zufrieden gab und wahrscheinlich noch etwas Grundkapital vorhanden war wurde sich auf die Textilproduktion sowie Holzwaren und Spielzeugherstellung konzentriert, was sich bis heute noch zu einem eigenen Industriezweig entwickelt hat. Das

Traditionshandwerk

  der

Holzschnitzerei

  hat sich durch die Bergleute entwickelt, die sich neben ihren schweren Beruf noch ein Zubrot verdienen wollten. Deshalb haben die meisten der erzgebirgischen Erzeugnisse etwas mit dem Bergbau zu tun.





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erstellt von: edv-service-gq

letzte Änderung 13.11.2007